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WDR-Show "Gartenparadiese in NRW – 90 Minuten fĂŒr Genießer" (31.8.02, 20.15 Uhr)

Wieder recht ĂŒberraschend rief der WDR an und fragte nach wegen der Teilnahme an der obigen Sendung. Diesmal sollte es eine unterhaltsame "Gartenshow" im Samstagabend-Programm werden. Darunter konnte ich mir zwar kaum etwas vorstellen, aber im Vertrauen auf die SeriositĂ€t von Ulrike Lindner, Markus Phlippen und Elmar May willigte ich ein.

Ich wurde nicht enttĂ€uscht, denn trotz aller gelungenen Unterhaltungseffekte kam die Information nicht zu kurz in diesem Potpourrie verschiedener GĂ€rten. Gedreht wurden die verbindenden Außenaufnahmen im Rosengarten von Christel Krautwig bei Xanten, der mit 15.000 qm auch der grĂ¶ĂŸte war – mein ganzes GrundstĂŒck ist noch nicht mal so groß wie ihr Teich..... Lustig ging es zu und es machte einfach Spaß, einmal etwas hinter die Kulissen der Fernseharbeit zu schauen. Da die anderen Gartenbesitzer sehr nette und kompetente Pflanzenfreunde waren, entwickelte sich ein reger und interessanter Erfahrungsaustausch am Rande, der im kommenden FrĂŒhjahr beim Besuch ihrer GĂ€rten noch vertieft werden dĂŒrfte – GĂ€rten verbinden!

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Hier der WDR-Bericht zu der Sendung aus dem Internet. Wenn mehr Interesse an der Sendung besteht HIER klicken.

Bambus- und Palmengarten in Köln
Vor ĂŒber 20 Jahren fing Reinhard Trautmann an, sich mit Bambus zu beschĂ€ftigen, und holte sich sogleich frostharte Exemplare in seinen noch neuen Garten in Köln. Mittlerweile sind es ĂŒber 40 Bambusarten und -sorten geworden. Besonders angetan haben es ihm die sehr hoch wachsenden Bambussorten, die bei ihm einen geschwungenen Weg sĂ€umen. Dazu gehören Phyllostachys vivax „Aureocaulis“ P. rubrum marginata, P. propinqua und P. aureosulcata spectabilis mit gelb-braun und grĂŒn gestreiften Sprossen. Sehr viele Bambusse breiten sich durch unterirdische AuslĂ€ufer aus, die sich nur durch so genannte Rhizomsperren eindĂ€mmen lassen.

Palmengarten

 

Palmengarten; Rechte WDR (Standbild)

Ein tropisches GefĂŒhl bringen auch sĂŒdamerikanische Chusquea-Arten mit ihrer sehr filigranen Belaubung, nur sind sie leider nicht sehr winterhart. Sie passen gut zu den großen Blattspreiten einer weiteren Pflanzengruppe, den Bananen. Musa basjoo ist mittlerweile als winterhart recht bekannt. Musa sikkimensis besitzt schöne rötlich braune FĂ€rbungen in den sonst grĂŒnen BlĂ€ttern mit langen Blattstielen und soll 5 bis 6 Meter hoch werden. Auch sie gilt als relativ winterhart. Die FrĂŒchte der Bananen reifen in unseren Breiten allerdings nicht aus.

 

Komplettiert werden die „Tropen in Köln“ von sieben ausgepflanzten Palmen, die zum Teil schon eine betrĂ€chtliche GrĂ¶ĂŸe erreicht haben. Trachycarpus fortunei, die chinesische Hanfpalme, ist winterhart, trĂ€gt nicht nur FrĂŒchte, sondern es finden sich an vielen Stellen bereits SĂ€mlinge. Neben drei weiteren Trachycarpus-Arten gibt es noch eine Chamerops-Palme und die chilenische Honigpalme Jubaea chilensis. Letztere ist, nach den Erfahrungen von Herrn Trautmann, die einzige Fiederpalme (Ă€hnlich der Kokospalme), die bei uns den Winter ĂŒbersteht. Obwohl dicht bepflanzt, bildet dieser einzigartige Garten ein harmonisches Ganzes aus GewĂ€chsen, die man hier bei uns nicht unbedingt vermuten wĂŒrde.

Palmengarten

 

 

Kontaktadresse:

  • Reinhard Trautmann
    European Bamboo Society – Deutschland (EBS-D)
    Kontaktstelle West
    Goldregenweg 12
    51061 Köln
    Tel./Fax (02 21) 63 29 29