Titelbild 24022004

Jubaea in der Toscana

 

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NatĂŒrlich galt unser Osterurlaub in der Toscana nicht in erster Linie den Pflanzen, aber neben Kultur und Erholung blieb immer noch ein wenig Zeit fĂŒr die Suche nach schönen grĂ¶ĂŸeres BildExemplaren von Jubaea, Bambus und Co. Ein Muss war dabei der Botanische Garten der UniversitĂ€t Pisa, der als der Ă€lteste der Welt gilt. Nur wenige 100 Meter vom touristischen Trubel um den Schiefen Turm herum tut sich hier eine kleine Oase der Ruhe auf, mit seltenen Pflanzen von z . T. beeindruckender Schönheit (Eintritt frei ĂŒbrigens!).

Dass wir hier auf Jubaea treffen wĂŒrden, war mir bekannt, dass es aber gleich 3 sind, hat mich dann doch ĂŒberrascht. MĂ€chtig und dominant beherrschen 2 ausgewachsene Exemplare den Haupteingang des Instituts, die einen schönen Stammaufbau und eine ausladende Krone besitzen. Die enorme Dicke des Stammes vermittelt einen Eindruck davon, wie wichtig es ist, den richtigen Standort fĂŒr Jubaea zu wĂ€hlen!

Im hinteren Teil des Gartens stĂ¶ĂŸt man beim Rundgang auf ein weiteres, etwas kleineres Exemplar. Auffallend ist hier die aufgeplatzte Außenhaut des Stammes mit den zahlreichen Wirtspflanzen, was aber keinen Einfluss auf den gesunden Gesamteindruck der Jubaea hat

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Vielleicht kann der Eindruck entstehen, nur Jubaeaenfreunde kommen im Botanischen Garten von Pisa auf ihre Kosten – wer sich die Zeit nimmt, wird vielmehr ĂŒber die Vielfalt und die z. T. hervorstechende Schönheit der Einzelexemplare erstaunt sein, die auf dem eher kleinen GelĂ€nde zu bewundern sind. Mich haben dabei die weiteren Palmen und natĂŒrlich der Bambus (wunderschöner Hain von Ph. viridis mitis) besonders beeindruckt.

 

 

 

 

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grĂ¶ĂŸeres BildVollkommen ĂŒberraschend sind wir kurz vor der Abreise dann noch auf eine weitere Jubaea chilensis gestoßen. In einem Badeort an der KĂŒste entdeckten wir durch Zufall eine Dreiergruppe von Fiederpalmen, in der eine Jubaea mit 2 Phoenix canariensis zusammen wĂ€chst. Leider konnten wir den Privatgarten nicht betreten, aber "ĂŒber den Zaun" gelangen doch grĂ¶ĂŸeres Bildnoch Fotos. Jubaeaen mögen nach meinen Beobachtungen zwar keine Salzluft, aber diese sah trotzdem beeindruckend schön aus. Aus 2 GrĂŒnden hat mich diese Gruppe besonders fasziniert: erstens durch den direkten Vergleich der beiden Arten, den man selten so sieht, und zweitens durch den Vergleich der Wuchsgeschwindigkeiten. Ich vermute nĂ€mlich, dass alle 3 Pflanzen ziemlich gleich groß gesetzt wurden (vielleicht ist die Jubaea sogar aus Versehen dazwischengerutscht?) und man die eindeutigen VorzĂŒge der Pheonix in diesem Punkt eindrucksvoll erkennt. Dies dĂŒrfte ein Grund gewesen sein, weshalb die italienischen GĂ€rtner irgendwann mit der Zucht von Jubaea aufgehört haben – und weshalb es heute so schwer ist, etwas grĂ¶ĂŸere Exemplare zu bekommen